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MOKI-Wien betreut pro Jahr ca. 90 Kinder und Jugendliche, die Diabetes Mellitus Typ 1 diagnostiziert bekommen haben. Normalerweise werden zwei erwachsene Bezugspersonen, meistens beide Eltern im Krankenhaus eingeschult und auf den Alltag mit der Erkrankung vorbereitet. Die Aufgabe von MOKI-Wiens Diabetesspezialistinnen ist, die Umsetzung im Alltag zu begleiten und die Personen im Lebensumfeld, also die Pädagog*innen im Kindergarten oder in der Schule zu informieren und einzuweisen. Wo es in der Folge beim Diabetesmanagement zu Problemen kommt, begleiten MOKI-Wiens Diabetesspezialistinnen diese Kinder und Jugendlichen oft auch über einen längeren Zeitraum in ihrem Lebensumfeld.

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Fotos © MOKI-Wien

Die Corona Pandemie stellte diese bewährte Routine auf den Kopf. Nur noch ein Elternteil wird nach der Diagnose mit dem Kind im Krankenhaus aufgenommen und wird in das Diabetesmanagement eingewiesen. Der andere Elternteil darf nicht einmal zu Besuch kommen. Ein großer Teil der Einschulung in das Diabetesmanagement wird somit vom Krankenhaus vom intramuralen in den extramuralen ausgelagert.

Gleich am Beginn der ersten Pandemiewelle im März 2020 konnte MOKI-Wien sofort diese zusätzlichen Leistungen in der spitalsersetzenden Hauskrankenpflege mit drei ausgewiesenen Diabetesspezialistinnen übernehmen. Und diese sind über die Dauer der Pandemie hinweg nach wie vor gefragt.

 

 

Es geht um die komplette Einschulung in das Diabetesmanagement des zweiten Elternteils, also Blutzucker messen, Insulin abgeben, die Bedeutung von hohem und niedrigem Blutzucker zu erklären. Es geht aber auch um die Kompensation der Einschulungen in den Umgang mit den Insulinpumpen und anderen Geräten, die vor der Pandemie noch von den Herstellern an Ort und Stelle angeboten wurde. Während der Pandemie sind diese Geräte-Schulungen von den Firmen nur noch im Online-Format möglich. Das ist selten ausreichend. MOKI-Wiens Diabetesspezialistinnen haben mit der Einschulung in den Umgang mit den Geräten noch eine zusätzliche Aufgabe bekommen.

 

MOKI-Wien gewährleistet für Eltern die Sicherheit im Umgang mit dem Diabetesmanagement. Das bedeutet für die betroffenen Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen, dass sie trotz Corona Pandemie und der damit einhergehenden Reduktion der Akutversorgung im Krankenhaus durchgehend eine gute Stoffwechsellage haben können und damit vor Akut-Schäden und späteren Folgeschäden geschützt sind.